Asami Kato

Asami Kato

Rom

Ein poetischer Text über Asami Katos unbeirrbare künstlerische Beziehung zu Rom.

1976 bestieg ich in Tokio am Flughafen Haneda mit einem einzigen Koffer das Flugzeug nach Rom, wo mich gleich nach meiner Ankunft das dichte Gefüge der antiken Monumente überwältigte. Autos und Busse sausten an ihnen vorbei und über sie hinweg, und die Römer gingen davon völlig unbeeindruckt ihrem Alltagsleben nach. So hatte mich diese Stadt, wo die Spuren der Vergangenheit und die profane Alltäglichkeit der Gegenwart ohne weiteres miteinander auskommen können, vollkommen für sich eingenommen. Ich hatte Japan mit dem klar umrissenen Ziel verlassen, an der Kunstakademie zu studieren, doch es wurde mir bewusst, dass ich auf etwas viel Großartigeres gestoßen war, so dass ich die ersten Jahre damit verbrachte, in mir selbst den Raum zu schaffen, um diese mir so fremde andere Kultur in mich einzusaugen.

Rom liebe ich vor allem bei meinen nächtlichen Spaziergängen, wenn die Kirchen angestrahlt werden und die gepflasterten Plätze nichts mehr gemein haben mit dem staubigen Durcheinander des Tages. In der nächtlichen Stille erheben sich die beleuchteten Monumente aus der Dunkelheit und kehren zurück zu ihrer ureigensten kraftvollen Form. Außerdem macht es mir viel Freude, in den Ruinen unweit der Stadt herumzuspazieren, wo ich sehr oft ganz allein zwischen den verlassenen erhabenen Denkmälern umhergehe. Auf dem Pflaster klingen meine Schritte leicht und rhythmisch wie ein in entgegengesetzter Richtung wandernder Sekundenzeiger, der mich in jene Vergangenheit zurückführt, die mir hier ihre antiken Kostbarkeiten darbietet: Jeder einzelne, von der Zeit aufgezehrte Stein erwacht wieder zum Leben und fängt an, mir seine Geschichte zu erzählen.

Bereits 1980 habe ich begonnen, diese persönlichen Eindrücke von Rom nacheinander in Bronze darzustellen. Rom bildete den Ausgangspunkt, danach habe ich venezianische, sizilianische und spanische Landschaften in Bronze gegossen und diese Arbeiten in meinen Ausstellungen gezeigt.

Roma
Via della Navicella 85 x 58 x 34 cm
Piramide Cestia 40 x 41 x 50 cm
Casa 35 x 40 x 20 cm
Villa Quintilli 38 x 47 x 42 cm
Ponte Nomentano 52 x 17 x 55 cm
Piazza di Numa 52 x 17 x 55 cm
Da Pincio jpeg
Terme 100 x 90 cm
Terme di Caracalla 110 x 90 cm
Terme 120 x 80 cm
Rotto 24 x 22 x 25 cm
Casa 24 x 25 x 30 cm
Ponte Nomentanto 51 x 18 x 54 cm
Ponte 50 x 20 x 25 cm
Casa 50 x 30 x 35 cm
Casa 55 x 83 x 9 cm
Via Tor de Conti 90 x 60 cm